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Toepffer fordert offene Debatte über Jugendgewalt

«Hannover» (gum/se). Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer hat Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) aufgefordert, Daten zur Jugendgewalt detailliert nach Stadtteilen aufgeschlüsselt vorzulegen, um präzisere Sozialpolitik zu betreiben. „Wunden kann man nur versorgen, wenn man weiß, wo sie sind.“
Weil lehnt dies ab, um Stigmatisierungen zu vermeiden. Anlass des Streits ist eine Studie des Kriminologen Christian Pfeiffer, der sinkende Jugendgewalt und verbesserte Integration von Ausländern konstatiert. Lothar Schlieckau (Grüne) forderte mehr Engagement von Schulen und Jugendhilfe, um dem „hohen Anteil“ von Fremdenfeindlichkeit zu begegnen. Pfeiffer zufolge sind 20 Prozent der männlichen deutschen Jugendlichen in Hannover ausländerfeindlich.