Verschmelzung von Hannover Holding und HMTG -

auf den ersten Blick eine gute Idee kommentiert der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Jens-Michael Emmelmann, die zur heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses vorgelegte Drucksache.

„Auf den zweiten Blick bleiben allerdings jede Menge Fragen offen. Einerseits die, die sich jeder Politiker, der die zahlreichen fehlgeschlagenen Versuche einer Verschmelzung der beiden Unternehmen - nicht nur räumlicher Art - verfolgen durfte, stellen muss. Ist diese Ehe eher eine erzwungene Heirat und wird der Prozess der Fusionierung diesmal reibungslos ablaufen?
Andererseits diejenige zur Zusammensetzung und Ergänzung der Cluster, die für die Arbeit von Hannoverimpuls festgelegt wurden. Weshalb soll jetzt zum Beispiel die Gründungsförderung hinzukommen, obwohl dies doch die ureigenste Aufgabe von Hannoverimpuls ist?“ fragt sich Emmelmann. „Die damals festgelegten 7 Grundcluster sollten eben dem Zweck der Existenzgründung dienen und waren gerade ausdrücklich auf Wachstumsbranchen focussiert.“

„Der Anlage zu der Drucksache ist zu entnehmen, dass eine Analyse der wichtigsten Zukunftsfelder durch das Unternehmen Prognos im Jahr 2009 belegt, dass die regionale Wirtschaftsförderung Hannovers eine extrem hohe Schnittmenge zu diesen Zukunftsfeldern aufweist und im Ranking einen guten 7. Platz belegt“, so Emmelmann weiter.

„Vergleicht man diese Aussage jedoch mit einer neuerlichen Untersuchung des gleichen Beratungsunternehmens aus diesem Jahr, die anhand von 29 Indikatoren die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft, die Konjunktur- und Arbeitsmarktlage, die demographische Situation und die soziale Lage überprüft, kommt man zu einer ganz anderen Einschätzung. Die Auswertung der Chancen und Risiken aller bewerteten 412 kreisfreien Städte und Landkreise in Deutschland, ergab für die regionale Wirtschaftsförderung Hannovers einen beklagenswerten 160. Platz. Braunschweig erreichte hingegen eine respektablen 22. Platz. Diese Zahlen sprechen für sich und bieten noch jede Menge Raum für Nacharbeit,“ so Emmelmann abschließend.
 

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