Genossenfilz kostet Arbeitsplatz

Die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH (GBH) muss ab den 1. März nächsten Jahres auf einen ihrer zwei Geschäftsführer verzichten – so wollen es SPD und Grüne im Aufsichtsrat der GBH. Die CDU hat sich mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln für eine Vertragsverlängerung und damit für den Erhalt beider Geschäftsführerposten eingesetzt.

„Die Doppelspitze der Geschäftsführung hat in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet, die GBH zu dem gemacht was sie heute ist. Ich frage mich wirklich, wie SPD und Grüne noch ruhig schlafen können“, schimpft Jens Seidel, Vorsitzender der CDURatsfraktion. Enttäuscht zeigt sich Seidel besonders von der Rolle des Stadtbaurates Uwe Bodemann, der sich auf die Seite der rot-grünen Ratsmehrheit geschlagen hat: „Besonders vom Stadtbaurat hätte ich mir gewünscht, dass fachliche Argumente im Vordergrund stehen.“

„Das alles stinkt nach Genossenfilz, zumal der verbleibende Geschäftsführer in zwei Jahren das Unternehmen verlassen wird, weil er die Altersgrenze erreicht hat. Soll da etwa ein Platz für einen weggetreuen Genossen oder Koalitionspartner freigehalten werden? Offensichtlich wollen SPD und Grüne rund ein dreiviertel Jahr vor der Kommunalwahl noch fix ihre Schäfchen ins Trockene bringen“, so Jens Seidel weiter.

„Die rot-grüne Entscheidung, die Leitung der GBH auf einen Geschäftsführer zu reduzieren, kann sich für das Unternehmen GBH nachteilig auswirken. Schließlich muss die GBH im nächsten Jahr auf eine fachlich hervorragende Kraft in der Geschäftsführung verzichten. Damit kann langfristig auch das Wohl der Stadt Hannover gefährdet sein, denn der vorrangige Gesellschaftszweck der GBH ist die Wohnraumversorgung der hannoverschen Bevölkerung im Rahmen der kommunalen Daseinsvorsorge. Eine gut arbeitende GBH hat also direkten Einfluss auf die Lebensqualität sowie den Wohnungsmarkt in Hannover. Aber anscheinend steht das Genossenwohl über dem Wohle der Stadt sowie ihrer Einwohnerinnen und Einwohner! Wenn dem nicht endlich Einhalt geboten wird, bleibt nur noch eins: Hannover, Gute Nacht!“, so Seidel abschließend.
 

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