Sanierung HCC – ein einziges Kuddelmuddel

In der letzten Sitzung des Betriebsausschusses HCC wurde berichtet, dass anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Hannover Congress Centrums (HCC) in 2014 in den nächsten Jahren insgesamt 8 Millionen Euro in die Sanierung der Gebäude investiert werden sollen, um die Attraktivität des Hauses zu steigern. Die Gelder sollen jeweils gedrittelt für ökologische Sanierung und bauliche Unterhaltung der Gebäude sowie kulturelle Belange, verwendet werden. Die akustische Aufwertung des Kuppelsaals ist dabei jedoch nicht vorgesehen.

„Einerseits freue ich mich, dass die dringend notwendige Sanierung des HCC endlich begonnen werden kann. Andererseits sind 8 Millionen Euro für die Sanierung, verteilt über vier Jahre, ein Bruchteil dessen, was andere Messestädte in ihre Kongresshäuser investieren. Von der fehlenden akustischen Aufwertung des Kuppelsaals ganz zu schweigen. Das zeigt ganz deutlich, dass die Stadtverwaltung kein vernünftig durchdachtes Konzept für das HCC hat“, kritisiert Jens Seidel, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion. 

„8 Millionen Euro für die Sanierung sind das Minimum, um das HCC überhaupt am Leben erhalten zu können. Hätte die Stadt nicht auf die Realisierung eines kurzfristigen Gewinns gesetzt, indem sie das Grundstück veräußert, auf dem eine der beiden bisherigen Parkplatzflächen des HCC liegt, wäre ein kostspieliger Neubau vermieden worden. Ein Teil dieses Geldes hätte auch zur Aufwertung des HCC verwendet werden können“, rügt Jens-Michael Emmelmann, stellv. Vorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der CDURatsfraktion.

„Das flüchtige Denken und vorschnelle Handeln der Stadtverwaltung führt dazu, dass beim HCC leider nur Flickschusterei betrieben werden kann. Mit attraktiv sanierten Gebäuden und einem erstklassig akustisch sanierten Kuppelsaal, der dann Hannovers größter Konzertsaal werden könnte, lockt man Besucher nach Hannover, aber nicht mit einer Sanierung „light“, so wie nun vorgesehen“, so Jens Seidel abschließend.
 

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