Stadt spielt mit dem Feuer

In der letzten Ratsversammlung hatte die CDU-Ratsfraktion einen Dringlichkeitsantrag zu Photovoltaikanlagen in der Stadt Hannover gestellt. Ihr war es darum gegangen, darauf hinzuweisen, dass die Feuerwehren zur Löschung von Bränden auf diesen Dächern absolut unzulänglich ausgebildet sind und somit eine erhebliche Gefahr für sie besteht. Dieser
Dringlichkeitsantrag wurde mit Entscheid durch die rot-grüne Mehrheit um fast 3 Monate nach hinten und somit auf die lange Bank geschoben.

„Die Arroganz der Stadtverwaltung gefährdet auf leichtsinnige und unverantwortliche Weise sowohl privaten Immobilienbesitz als auch städtische Immobilienwerte in Hannover“, kommentiert Jens-Michael Emmelmann, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDURatsfraktion.
„Ich kann nicht verstehen, warum dieser sensible Bereich als nicht dringlich
eingeschätzt wird – für mich ist es schon dringlich, sich in erster Linie um die Sicherheit zu kümmern.“
Emmelmann weiter: „Als ausgesprochen schwache Reaktion legt die Verwaltung nun eine Stellungnahme zu den Versicherungsaspekten vor und wiegelt die dringlichere Problematik
ab. Zwei einfache Anrufe meinerseits bestätigen unsere Befürchtungen: weder die freiwillige Feuerwehr noch die Berufsfeuerwehr sind für das Löschen dieser Brände geschult. Erst am 15.09. gibt es in einem Grundlagenforum dazu vielleicht Informationen.
Daher mein Rat an die Verwaltung: wenn man sich schon fortschrittlich in ökologischen Techniken gibt, sollte man auch wissen, welche Fortschritte es bereits am Markt gibt. So hat Oberbrandmeister Ralf Freude aus Sankt Wendel ein Mittel entwickelt, die Photovoltaik-Module dauerhaft abzudecken und die Stromführung zu unterbrechen. Mit ungarem Halbwissen, Vermutungen oder Larifari-Auskünften können keine Grundzüge der
Eigentumssicherung gewährleistet werden. Herr Mönninghoff, nehmen sie sich dieses Themas endlich an!“

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