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18.12.2008 | Neue Presse / Andreas Voigt
Arena-Streit: Papenburg muss 2,5 Millionen zurückzahlen
Nun muss Papenburg also wohl die rund 2,5 Millionen Euro für den Bau der TUI-Arena zurückzahlen, die der damalige Kommunalverband (KGH) 2000 in Form von sogenannten Genussscheinen vorgeschossen hatte. Der Unternehmer wollte das nur tun, wenn die Arena Gewinne abwerfe. Darüber habe es mündliche Vereinbarungen unter anderem mit Ex-OB Herbert Schmalstieg gegeben, so Papenburg. „Davon ist nichts schriftlich festgehalten, deswegen sieht die Kammer die Zusagen nicht als erwiesen an“, so eine Gerichtssprecherin.
Die von der Region ausgesprochene Kündigung des Darlehens sei deswegen wirksam. Der Sargnagel für die siechende Arena? „Ob und wie es weitergeht, lässt sich zurzeit nicht einschätzen. Ich hoffe, dass das Urteil eine Grundlage für weitere Gespräche zur Lösung des Problems schafft. Wir sind am Erhalt der Arena interessiert“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau. Heute ist die Zukunft der TUI-Arena Thema bei einem Treffen in der Staatskanzlei. Teilnehmer sind Günter Papenburg, Arena-Geschäftsführer Marco Stichnoth, OB Stephan Weil und Lothar Hagebölling, Chef der Staatskanzlei. „Wir werden sicher eine Richtung einschlagen, die zum Erhalt der Arena führt“, so Papenburg optimistisch. Kritik an OB Stephan Weil kam vorab schon von Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer: „Beim Thema TUI-Arena agiert der OB so ängstlich, wie 96 gerade Fußball spielt.“ Die Stadt profitiere jahrelang von der TUI-Arena, und nun zögere und bremse Weil, wenn es um den „Erhalt unserer einzigen großstadttauglichen Mehrzweckhalle geht“. Dazu wollte Weil auf Nachfrage der NP keine Stellung beziehen.

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